Samba
„Drei göttliche Wesen nahmen uns die Sorgen ab, es waren Trommel, Tanz und Gesang.“
A. Tutuola (Autor aus Nigeria)

Seit Jahren treffen sich im Mauerpark Trommler und Künstler zum gemeinsamen Musizieren und seit Juni 2005 könne die Kinder und Jugendlichen auch bei uns unter professioneller Anleitung das Sambaspielen erlernen.
Viele Kinder und Jugendliche zeigen reges Interesse für Rhythmen, Lieder und musikalische Ausdrucksformen. Durch die gemeinsame Arbeit in der Gruppe und beim Finden eigener Rhythmen werden soziale Fähigkeiten entwickelt und tragen so zu einem Gemeinschaftsgefühl bei. Für die Teilnehmer (Kinder und Jugendliche im Alter von 6 -16 Jahren) besteht die Möglichkeit eine neue Form des Ausdrucks von Stimmungen und Gefühlen zu finden.
Der Samba-Musikstil wird von der kultischen Musik Alt-Afrikas aus dem Kongo- und Sambesigebiet abgeleitet.
Da die Samba in anderen Kulturkreisen ihre Wurzeln hat, lernen die Kinder und Jugendlichen auch Sitten und Gebräuche kennen, die ihnen bis dahin vielleicht unbekannt waren. Dies fördert die Toleranz und Akzeptanz gegenüber dem „Anderen“ und ist somit eine Form, dem Fremdenhass zu begegnen. Es gibt ein großes Fundament an Rhythmen aus der arabischen, afrikanischen, brasilianischen und karibischen Region. In dieser Vielfalt findet eine Fusion von Kulturkreisen in der Form des musikalischen Austausches statt.
Dieser interdisziplinäre Ansatz von Kultur, Bildung und Sozialem führt vor allem zur Annerkennung und Achtung kulturellen Erbes anderer Völker dieser Welt.
Das Musizieren mit so klanggewaltigen Instrumenten wie Trommeln, fördert bei den Kindern und Jugendlichen die Wahrnehmung der eigenen Identität und der Leistung jedes Einzelnen in der Gruppe. Die zwischen menschliche Akzeptanz wächst dadurch.
Spielerisch wird die Konzentrationsfähigkeit, der Umgang mit unterschiedlichen Intensitäten, Kreativität, Körpergefühl, Balance und Ausgleichsempfinden antrainiert und geschult.